Ein kleiner Knopf rettet in Südafrika Menschenleben

Wie wir mit der SEON GmbH ein smartes Rettungssystem entwickelt haben, das im Süden Afrikas die unzureichende Versorgung mit Polizeikräften kompensiert. (Foto: SEON)

Wenn man in Südafrika die Polizei ruft, kommt sie nur vielleicht und dann meistens zu spät. Diesem Problem begegnet die SEON GmbH mit einer Plattform, die private Sicherheitsdienste für Menschen in Überfall-Situationen per Knopfdruck erreichbar macht.

Die Nutzerin oder der Nutzer trägt einen mobilen Panik-Knopf, der z. B. an der Kleidung befestigt wird. Bei einem Überfall oder in einer anderen Notfallsituation kann die Person den Knopf drücken, um schnelle Hilfe durch einen Sicherheitsdienst zu bekommen.

Der Knopf ist über Bluetooth mit dem Smartphone der Person verbunden. Über eine App werden Sicherheitskräfte automatisch über den Standort des Smartphones informiert. Die Plattform berücksichtigt bei der Zuweisung des Alarms die kürzeste Anfahrt zwischen Einsatzkraft und Ort des Notfalls und sendet der Einsatzkraft alle notwendigen Informationen direkt über ihre App.

Aktuell ist der Service in Südafrika und Kenia nutzbar. Die Einführung in weiteren Ländern ist in Planung.

Problem

  • Die durchschnittliche Reaktionszeit beim Notruf der Polizei in Südafrika beträgt mehr als 30 Minuten
  • Oft kann das Opfer nicht seine genaue Position bestimmen
  • Wird jemand überfallen, kann er oder sie nicht gleichzeitig per Telefon um Hilfe rufen

Mehrwert

  • Der Notfallknopf funktioniert als stiller Alarm, wie z.B. auch bei einem Banküberfall
  • Die Plattform ermittelt Position, kennt das Notfallprofil und vermittelt automatisch die beste Einsatzkraft
  • Die Reaktionszeit bis zum Eintreffen am Ort des Notfalls beträgt weniger als 5 Minuten

Technologie

  • Native iOS und Android App
  • Bluetooth LE Verbindung
  • Eigens entwickelte Hardware & Mechanik
  • Backend in Ruby on Rails
  • Native Responder-App
  • Leitstellen-Software als SaaS Lösung

Ethische Aspekte

  • Wir erheben nur die personenbezogenen Daten, die wir für die Rettung im Fall eines Falles brauchen
  • Wir kennen den Standort von Usern nur für den Moment, in dem sie einen Alarm ausgelöst haben und noch nicht gerettet wurden
  • Die Live-Tracking Daten der Sicherheitsdienst-Mitarbeiter_innen werden nach einer Weile pseudonymisiert, sobald eine Nachuntersuchung des Alarms nicht mehr benötigt wird
  • Generell übertragen wir so wenig Daten wie möglich, damit die Sicherheitsdienst-Mitarbeiter_innen möglichst lange Akku-Laufzeiten der Smartphones haben
  • Unsere Software läuft auf einer sehr kleinen, gut skalierbaren Cloud-Infrastruktur. Dadurch braucht sie nur genau die Rechenleistung, die zu einem Zeitpunkt auch genutzt wird

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